Am 15. Oktober 2025 fand der 3. HeavyDuty Congress (HDC) für wasserstoffbasierte Antriebe im Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg statt, organisiert vom Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) im Rahmen des Transformations-Hub cH₂ance. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Fachleute aus Industrie, Forschung und Infrastruktur, um den Stand und die Perspektiven der Wasserstoffmobilität mit dem Fokus auf den Schwerlastverkehr zu diskutieren.

Im Mittelpunkt des Kongresses standen hochkarätige Fachbeiträge aus vielen Bereichen entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette:

  • Wasserstoffinfrastruktur – Experten aus den Bereichen der Wasserstofferzeugung sowie Tankstellen- und Versorgungstechnik erläuterten den aktuellen Stand beim Aufbau einer zuverlässigen H₂-Infrastruktur und die Herausforderungen bei der Verfügbarkeit und den Wasserstoffkosten.
  • Zulieferindustrie – Zulieferer präsentierten technologische Fortschritte bei Komponenten und Systemtechnik sowie deren Bedeutung für robuste, sichere und effiziente H₂-Systeme.
  • Fahrzeughersteller – Es wurden Wege aufgezeigt, wie wasserstoffbasierte Antriebe in Nutzfahrzeugen umgesetzt werden können, welche Entwicklungsschritte auch durch Erfahrungen aus dem Realbetrieb bereits gemacht wurden und welche Entwicklungsschritte bevorstehen, aber auch, wo aktuell noch Hürden bestehen.
  • Forschung – Wissenschaftliche Beiträge aus Instituten und Forschungszentren lieferten Einblicke in neueste Entwicklungen bei Brennstoffzellensystemen, Betankungstechnologien und Prüfmethoden.

Begleitend zu den Vorträgen gab es eine umfangreiche Fahrzeug- und Komponentenausstellung, bei der modernste Heavy- und Medium-Duty-Fahrzeuge sowie relevante Systemkomponenten in Aktion oder als Exponate gezeigt wurden.

Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Paneldiskussion. In dieser Podiumsrunde wurden zentrale Hürden der Wasserstoffmobilität offen thematisiert:

  • die begrenzte Verfügbarkeit von Wasserstoff
  • der derzeit noch hohe Preis von grünem H₂
  • Fragen der Skalierbarkeit von Produktion und Infrastruktur
  • die Bedeutung passender Förder- und Rahmenbedingungen seitens Politik und Wirtschaft

Diese Diskussion bot wertvolle Einsichten in die praktischen Herausforderungen, die einer breiten Markteinführung wasserstoffbasierter Antriebssysteme heute noch im Wege stehen. Insgesamt zeigte der HeavyDuty Congress 2025, wie eng verknüpft technische Innovation, industrielle Praxis und politische Rahmenbedingungen im Bereich der Wasserstoffmobilität sind, und setzte wichtige Impulse für Akteure aus allen Teilen der Wertschöpfungskette.